Monument Valley
Die Navajo nennen es Tsé Biiʼ Ndzisgaii — Tal des Lichts, Tal der Felsen. Beides stimmt. Und sie sagen, das Wesen dieser Landschaft offenbare sich erst in der Bewegung. Man fährt eine Weile über eine staubige Piste und versteht allmählich, was gemeint ist.
John Ford verstand es sofort. Der Regisseur kam vor über siebzig Jahren hierher, erkannte die Dramatik dieser Kulisse und setzte dem Tal mit seinen Westernfilmen ein filmisches Denkmal. Seither prägt das Monument Valley unsere Vorstellung vom Wilden Westen — eine Vorstellung, die mehr mit Licht und Sandstein zu tun hat als mit Geschichte.
Geologisch sind die Tafelberge, Felsnadeln und Buttes über Millionen von Jahren entstanden — Sedimentschichten, durch tektonische Kräfte angehoben, von Wind und Wasser abgetragen, bis nur das Härteste übrigblieb.
Diese Bilder sind eine Hommage an beides: an die Landschaft, die sich diese Form über Äonen erarbeitet hat — und an den Blick, den Ford als erster für sie hatte.
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